Webzugänglichkeit: warum sie wichtig ist und wie Sie sie auf Ihrer Website verbessern können
Autor: Milos Zekovic
In meiner täglichen Arbeit ist Webzugänglichkeit (a11y) zu einem der wichtigsten Themen geworden, weil ich glaube, dass jeder Nutzer gleichen Zugang zu Inhalten verdient – unabhängig von körperlichen oder kognitiven Fähigkeiten.

In meiner täglichen Arbeit ist Webzugänglichkeit (a11y) zu einem der wichtigsten Themen geworden, weil ich glaube, dass jeder Nutzer gleichen Zugang zu Inhalten verdient – unabhängig von körperlichen oder kognitiven Fähigkeiten.
Barrierefreiheit ist nicht nur ein Gesetz, sondern eine Verantwortung gegenüber Menschen
In den Vereinigten Staaten sind staatliche Institutionen gemäß Section 508 des Rehabilitation Act verpflichtet, die Zugänglichkeit ihrer Websites sicherzustellen. Darüber hinaus deckt der Americans with Disabilities Act (ADA) zunehmend auch digitale Inhalte ab, einschließlich des privaten Sektors.
In der EU verpflichtet die Richtlinie 2016/2102 Websites und Anwendungen öffentlicher Institutionen zur Einhaltung des WCAG-2.1-AA-Standards. Der European Accessibility Act, der Mitte 2025 in Kraft tritt, erweitert diese Anforderungen auf bestimmte digitale Produkte im privaten Sektor.
Praktische Beispiele guter Zugänglichkeit
1. Zugängliche Navigation
Alle Seitenelemente müssen für Nutzer, die auf die Tastatur angewiesen sind, zugänglich und logisch angeordnet sein. Dies ist eine grundlegende Voraussetzung für faire und inklusive Barrierefreiheit.
2. Alt-Text für Bilder und Grafiken
Nutzer mit Sehbeeinträchtigungen benötigen Bildbeschreibungen über das alt-Attribut, damit Screenreader visuelle Inhalte interpretieren können. Bei komplexen Diagrammen ist eine klare textliche Beschreibung der dargestellten Daten wichtig.
3. Guter Farbkontrast
Ein klarer Kontrast zwischen Hintergrund und Text verbessert die Lesbarkeit für Nutzer mit eingeschränktem Sehvermögen erheblich. Mithilfe des Attributs aria-live können Nutzer in Echtzeit über Inhaltsänderungen informiert werden.
4. Untertitel und Tonkontrolle für Videos
Das Hinzufügen von Untertiteln und Tonsteuerungen macht Video-Inhalte für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen zugänglich, während Screenreader Untertitel für Nutzer mit Sehbeeinträchtigungen auslesen können.
5. ARIA-Attribute für dynamische Elemente
Attribute wie aria-expanded, aria-controls und aria-live verbessern die Interaktivität und Zugänglichkeit von Menüs, Modalfenstern und anderen dynamischen Elementen.
6. Anpassungsfähigkeit bei vergrößertem Text
Wenn ein Nutzer Inhalte vergrößert (z. B. auf 200 %), muss der Text lesbar und sichtbar bleiben – ohne Überlappungen oder Verlust von Inhalten.
7. Zeilenhöhe und Textabstand
Laut WCAG-2.1-Richtlinien sollte der Zeilenabstand mindestens das 1,5-Fache der Schriftgröße betragen, um die Lesbarkeit für alle Nutzer zu verbessern.
Fazit
Webzugänglichkeit ist keine optionale Ergänzung. Sie ist die Verantwortung all jener, die das Internet gestalten. Jeder Nutzer zählt.
Wenn Ihre Website noch nicht für alle Nutzer optimiert ist, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, dies zu ändern – nicht nur, weil es das Gesetz verlangt, sondern weil es das Richtige ist.
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